WiTouch™Pro Fragen und Antworten

  • TENS
  • Rückenschmerzen
  • Technische Daten

Was ist TENS?

TENS steht für „Transkutane (über die Haut) elektrische Nervenstimulation“ und ist eine klinisch bewährte, nicht-invasive Methode zur Bekämpfung von Schmerzen. Durch die Übertragung von elektrischer Energie über die Haut werden die körpereigenen Nerven oder Muskelfasern stimuliert.

Ziel der Therapie ist es, sogenannte afferente (Reizbahnen des zentralen Nervensystems von der Peripherie zum Gehirn, also der Schmerzleitung dienende, sensible) Nervenbahnen so zu beeinflussen, dass die Schmerzweiterleitung zum Gehirn verringert oder verhindert wird. Die Schmerzschwelle wird durch die TENS hinaufgesetzt. Dabei geht man entsprechend der Gate-Control-Hypothese davon aus, dass zum einen körpereigene Hemmmechanismen für die Schmerzfasern im Rückenmark aktiviert werden, indem afferente, rasch leitende A-beta-Fasern gereizt werden. Zum anderen sollen absteigende hemmende Nervenbahnen angeregt, und die Freisetzung von Endorphinen gesteigert werden.

Das WiTouch™Pro arbeitet mit einer einzigartigen, patentierten Wellenform und entspricht damit der klinischen Anwendung von TENS zur Schmerzlinderung. WiTouch™Pro bietet eine sichere, leicht anzuwendende Methode Schmerzen zu lindern – so intensiv und lang Sie es brauchen!

Wie funktioniert TENS?

Über Elektroden werden die elektrischen Impulse auf die Hautoberfläche übertragen. Gewöhnlich werden bei TENS Frequenzen zwischen 1 und 100 Hz verwendet. Das WiTouch™Pro Gerät arbeitet mittels patentierten Systems im Bereich von 5-120 Hz. Die Elektroden werden dabei in der Nähe der schmerzenden Stellen platziert. Der Reiz selbst ist nicht schmerzhaft. Allenfalls ist ein Kribbeln auf der Haut zu spüren. Das Gerät kann bei akuten und chronischen Rückenschmerzen verwendet werden. TENS lindert Schmerzen, hat jedoch auf die Schmerzursache keinen Einfluss.

Durch die TENS-Behandlung werden Schmerzen im Körper minimiert indem Prozesse im zentralen Nervensystem aktiviert bzw. simuliert werden. Bei der Behandlung spielt die Frequenz, die verwendet wird (Anzahl von elektrischen Impulsen pro Sekunde), eine sehr wichtige Rolle.

Freisetzung von Endorphinen
Bei niedrigen Frequenzen (z.B. 5 Hz) werden kleine, sich wiederholende Muskelkontraktionen stimuliert. Diese Muskelkontraktion wird als eine Aktion des Gehirnes wahrgenommen und damit wird die Produktion und Freisetzung von endogenen analgetischen Substanzen, wie Endorphine, aktiviert.

Blockieren der Schmerzsignale
Die zweite Wirkung von TENS, mit einer höheren Frequenz (z.B. 100 Hz) ist, dass die Schmerz-Signale zum Gehirn blockiert werden können. Die sensorischen Nerven am Ort des Schmerzes werden mit elektrischen Impulsen stimuliert. Diese sensorischen Nerven befinden sich auch innerhalb des Rückenmarks, die die Schmerzen übertragen. Die Übertragung von Schmerz-Signalen an das Gehirn wird dadurch blockiert. Dieser Vorgang wird auch als "Schließen des Schmerz-Gates" oder "Gate-Steuerung' bezeichnet.

Die doppelte Wirkung von WiTouch™Pro
Eine optimale TENS-Behandlung sollte sowohl die Freisetzung von Endorphinen stimulieren, als auch die Übertagung der Schmerz-Signale blockieren. Das WiTouch™Pro TENS-Gerät nutzt ein einzigartiges und patentiertes Programm. So hat WiTouch™Pro die doppelte Wirkung für eine optimale und schnelle Linderung von Schmerzen im unteren Rücken.

Wo wird TENS angewendet?

Die Nutzung von Strom bei der Behandlung von Schmerzen hat eine lange Tradition und reicht weit zurück in der Geschichte. Bereits der griechisch/römische Arzt Galen (129-200) hat empfohlen, einen lebenden Zitterrochen gegen eine schmerzhafte Stelle zu halten bis ein Taubheitsgefühl eintritt und somit die Schmerzen gelindert werden. Der zappelige, und Elektroschläge austeilenden Zitterrochen, entspricht dem noch heute angewandten Prinzip, eine elektrische Quelle zur Behandlung von Schmerzen einzusetzen.
Durch die technische Revolution Ende des 18. Jahrhunderts wurde die Schmerzbehandlung durch elektrischen Strom wieder entdeckt und zur Leitungsblockade der Schmerzbahn eingesetzt, um z.B. das Schmerzempfinden bei chirurgischen Eingriffen auszuschalten.
Die Wirksamkeit von TENS wurde mittlerweile durch klinische Forschung aufgezeigt. Mittlerweile wird TENS von Ärzten und Physiotherapeuten angewendet und verordnet und kann daher als echte Alternative zur medikamentösen Behandlung von Schmerzen angesehen werden.

Die Einsatzgebiete von TENS sind:

  • Schmerzen, die durch Verletzungen und Unfälle verursacht wurden
  • Schhmerzen in Knochen, Muskeln und Gelenken
  • Schmerzen, die durch Durchblutungsstörungen verursacht werden
  • Chronische Schmerzen

TENS Behandlungen werden in folgenden medizinischen Bereichen angewendet:

  • Orthopädie
  • Neurologie
  • Urologie
  • Rheumatologie
  • Geburtshilfe
  • Innere Medizin
  • Kinder-und Jugendheilkunde
  • Sportmedizin
  • Zahnheilkunde

Was sind die Vor- und Nachteile von TENS?

TENS hat viele Vorteile gegenüber der Verwendung von Medikamenten. Mit einem guten TENS-Gerät, wie zum Beispiel WiTouch™Pro ist es möglich, eine medikamenten-freie Schmerzlinderung ohne Nebenwirkungen zu erreichen.

Lokale Schmerzbehandlung mit TENS
TENS wirkt nur lokal und rund um die Stelle, wo sich die Elektroden des Gerätes befinden. Dies ist ein großer Vorteil im Gegensatz zu schmerzstillenden Medikamenten, die im gesamten Körper wirken und zu unerwarteten bzw. unangenehmen Nebenwirkungen führen können.

Bei TENS besteht im Gegensatz zu der Verwendung von Medikamenten kein Risiko für gastrointestinale Blutungen, Magengeschwüren, Leber-und Nierenproblemen, usw. Weiters ist bei der Verwendung von vielen Schmerzmitteln die Einnahme von weiteren, zusätzlichen Medikamenten erforderlich, um die Magenschleimhaut zu schützen.

TENS hat keine beruhigende bzw. beeinflussende Wirkung im Gegensatz zu starken Schmerzmitteln (Opiaten). TENS hat daher keinen Einfluss auf Ihre normale Arbeit. TENS kann auch während der Fahrt oder beim Bedienen von Maschinen angewendet werden.

Bei TENS besteht im Gegensatz zu starken schmerzstillenden Medikamenten keine Gefahr der Abhängigkeit oder Gewöhnung.

Nachteile von herkömmlichen TENS-Geräten
Die Anwendung von klassischen TENS-Geräten ist nicht immer einfach. Sie sind oft nicht einfach anwendbar bzw. die Elektroden sind nicht gut platzierbar. Es sind normalerweise Kabel oder Verbindungen vorhanden, die im normalen Alltag störend sind und die Bewegung ist oft eingeschränkt. Weiters sind die Geräte meist nicht diskret zu tragen. Geräte müssen oft in einer Tasche mitgetragen werden und auch ist die Qualität von herkömmlichen TENS-Geräten nicht immer hoch - hier wird oft "billig als teuer" verkauft. Weiters beinhalten die Geräte oft eine Vielzahl von unnötigen Programmen, die teilweise auch nicht zur Behandlung von Schmerz geeignet sind.

Vorteile von WiTouch™Pro
Mit WiTouch™Pro genießen Sie alle Vorteile einer hochwertigen TENS-Anwendung, ohne der oben genannten Nachteile! WiTouch™Pro ist ein komplett kabelloses Gerät mit Fernbedienung. Das flache, flexible und dezente Design bietet optimalen Komfort bei der Behandlung von Schmerzen im unteren Rücken. Mit der Fernbedienung ist es sehr einfach zu bedienen und Sie können das Gerät stufenlos mit der Plus- und Minus-Taste regulieren.

Welche Rückenschmerzen gibt es?

Mit Rückenschmerzen macht fast jeder Bekanntschaft, viele Betroffene zum Glück nur einmal.
Meistens sitzt die Pein in der Gegend oberhalb des Gesäßes. Gemeinhin ist dies das Kreuz. Ärzte sprechen hier auch vom tiefen oder lumbalen Rückenschmerz: lumbal bezieht sich auf die Lendenwirbelsäule. Dabei können die Schmerzen mehr in der Mitte, mehr seitlich oder im ganzen Kreuz verspürt werden. Mitunter strahlen sie auch in die Umgebung aus, zum Beispiel ins Bein.

Rückenschmerz ist nicht gleich Rückenschmerz. Wichtige Unterschiede ergeben sich wie folgt:

Zeitlicher Verlauf:

  • akut sind Rückenschmerzen, die erstmals oder nach mindestens sechs schmerzfreien Monaten auftreten und höchstens sechs Wochen anhalten.
  • subakut ist ein Schmerzzustand zwischen akut und chronisch: der Rückenschmerz plagt Betroffene länger als sechs Wochen.
  • chronisch: Der Rücken schmerzt seit mehr als zwölf Wochen.

Häufigkeit:
Von der einmal auftretenden (akuten) Episode über chronisch-wiederkehrende Phasen bis zur anhaltenden Schmerzkrankheit gibt es bei Rückenschmerzen viele Varianten.

Ausprägung:
Rückenschmerzen können kaum, mäßig oder wechselnd stark spürbar bis geradezu unerträglich sein. Ärzte lassen Patienten dies bei Bedarf anhand einer Schmerzskala oder eines Fragebogens bewerten.

Schmerzlokalisation:

  • unterer Rücken (Bereich der Lendenwirbelsäule (LWS), Becken): am häufigsten betreffen Rückenschmerzen die untere, am stärksten belastete Partie. Hier kommt es zum Beispiel gerne zu Muskelverspannungen, aber auch zu Bandscheibenvorfällen. Im Beckenbereich spielen sich mitunter entzündliche Veränderungen ab.
  • oberer Rücken / Nacken (Bereich der oberen Brustwirbelsäule (BWS) und der Halswirbelsäule (HWS)): Schmerzen in der Nackenregion können zum Beispiel durch eine falsche Körperhaltung beim Arbeiten mit Muskelverspannungen und -verhärtungen oder entzündliche Lockerungen an der HWS mit Bandscheibenvorfall entstehen. Nackenschmerzen strahlen oft in den Hinterkopf, in die Schulter oder den Arm aus. Auch Missempfindungen sind dabei möglich, außerdem kann es zu Schwindelgefühl kommen.
  • mittlerer Rücken: Rückenschmerzen auf mittlerer Höhe der Wirbelsäule können unter anderem ebenfalls durch Muskelreizungen, ferner durch Veränderungen der Rippen-Wirbel-Gelenke und durch Skelettverformungen ausgelöst werden.

Wie werden Rückenschmerzen unterteilt?

Man unterteilt Rückenschmerzen in zwei Hauptgruppen, nämlich unspezifische und spezifische Rückenschmerzen: Die Mehrzahl der Betroffenen hat unspezifische Rückenschmerzen. Das heißt, ihr Rücken leidet unter verspannten, verkürzten und überdehnten Muskeln. Damit verbundene Funktionsstörungen sind eigentlich aber noch keine Krankheit – solange die Diagnose „unspezifisch“ zutrifft, sich kein chronischer Schmerzzustand entwickelt, keine speziellen Schäden am Rückgrat oder eine andere Krankheit mit Bezug zum Rücken nachweisbar sind. Bei spezifischen Rückenschmerzen dagegen ist das der Fall. Auslösend können Rückenleiden selbst sowie andere Erkrankungen sein, die den Rücken mit einbeziehen.

Das WiTouch™Pro Gerät nutzt ein einzigartiges und patentiertes Programm für die optimale und schnelle Schmerzlinderung im unteren Rücken. Auch für das spezielle Design des kabellosen Gerätes mit den entsprechenden Vorteilen hat es auf internationaler Ebene Anerkennung gegeben. Dadurch ist es gelungen, dass das WiTouch™Pro Gerät mit einer der weltweit begehrtesten Auszeichnungen für herausragendes Produktdesign, mit dem "Red Dot Award 2013", ausgezeichnet wurde. Von 4.662 Einsendungen aus 54 Ländern, bekam das WiTouch™Pro Gerät in der Kategorie "Life Science & Medicine" den Ehrentitel "BEST-OF-THE-BEST".

Größe ca. 191 x 90 x 18 mm (L x H X D)
Gewicht ca. 136 Gramm (inkl. Batterie)
Behandlungsdauer 30 Minuten (Gerät schaltet sich automatisch ab)
Batterie von WiTouch™Pro 2 Stück AAA - LR 1,5 V Batterie
Batterie der Fernbedienung 1 Stück 032 CR2 Lithium Batterie
1-Kanal Wellenform asymmetrisches biphasisches Rechteck
Pulse Amplitude 0-110 mA = 0-55 Volt, mit Fernbedienung einstellbar (bis 500 Ohm)
Pulsfrequenz 5-120 Hz
Impulsbreite 120-240 Mikrosekunden
Programm von 30 Minuten zwei alternierenden Frequenzen: 5 min bei 80-120 Hz, 20 min bei 5-10 Hz (Ausschüttung von Endorphinen), 5 min bei 80-120 Hz
"Frequency Modulation" sorgt dafür, dass Gewöhnung vermieden wird
Sicherheitsnorm EN 60601-1, EN 60601-1-2, IEC 60601-2-10
CE-Zertifizierung CE 0120
Medizinprodukt Klasse IIa